Akuter Schmerz Fortbildung 10.-12.04.2026 in Rüti ZH
„Um Schmerz zu reduzieren, müssen wir die glaubhaften Hinweise auf eine Gefahr verringern und glaubhafte Hinweise auf Sicherheit vermehren" (Moseley&Butler 2017).
Schmerz tut weh.
Es ist wichtig, zwischen akutem und chronischem Schmerz zu unterscheiden. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn er länger als drei bis sechs Monate anhält.
Akuter Schmerz ist unverzichtbar. Er zwingt uns, unser Verhalten zu ändern, damit verletztes Gewebe geschützt wird und heilen kann. Wenn ich akuten Schmerz hatte, wollte ich schnell und gut behandelt werden. Jede unnötige (etwa psychosomatische) Frage verstärkte den Schmerz. Jede sinnvolle Erklärung und jede Berührung linderte ihn.
Chronischer Schmerz hingegen erfüllt keinen erkennbaren Zweck. Er gleicht einer schlechten Angewohnheit. Manche Forscher gehen so weit, ihn als Krankheit zu bezeichnen.
Schmerz wird auch als Reflex, Emotion oder Erinnerung beschrieben.
Diese Fortbildung beleuchtet, wie Schmerz funktioniert und was Therapeuten konkret tun können.
Die gute Nachricht: Wer Schmerz versteht, kann ihn oft lindern. Das hat sich gezeigt.
Die Idee zu diesem Workshop entstand bei einem Faszien-Update. Die zentrale Botschaft lautete: Schmerz ist ein Produkt. Er entsteht durch Verarbeitungsprozesse im Nervensystem. Das Gehirn nutzt den Körper, um ein Warnsignal auszusenden.
Körper, Seele und Geist sind untrennbar verbunden. Reines Denken gibt es nicht. Jede Veränderung im Gehirn wirkt sich irgendwo im Körper aus.
Die moderne Schmerzforschung betont, dass Schmerz komplex ist und den ganzen Menschen in seiner Lebenswelt betrifft. Immer.
Schmerz lässt sich nicht messen, aber er ist für den Betroffenen immer real.